Frakturversorgung des Schultergürtels
Versorgung der Oberarmkopffraktur
Die am häufigsten auftretende Fraktur (Knochenbruch) am Schultergürtel ist die Oberarmkopffraktur (47% der Frakturen des Schultergürtels). Das Vorkommen dieser Fraktur ist mit dem Alter und dem Grad der Osteoporose vergesellschaftet und betrifft daher durchschnittlich 2-3mal häufiger Frauen als Männer.
In Abhängigkeit von der Anzahl der beim Oberarmkopfbruch entstandenen Fragmente, des Ausmaßes der Fragmentverschiebung und der Höhe des Frakturverlaufs, wird die Verletzung in unterschiedliche Typen eingeteilt und unterschiedliche Verfahren zur Behandlung angewandt.
Man unterscheidet Typ-0-Frakturen als nichtverschobene "Einteil-Fraktur" von |
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Klassifikation der Humeruskopffraktur |
Behandlungsprizipien
60-85% der Oberarmkopffrakturen sind Typ-0-Frakturen. Die nichtverschobene oder nur gering verschobene Oberarmkopffraktur (Typ-0-Fraktur) wird nicht operiert. Da dieser Frakturtyp durch die Knochenhaut, die Gelenkkapsel und die Muskulatur "geschient" wird, reicht eine Ruhigstellung im Schlauchverband für 7 bis 14 Tage bis zum Nachlassen der Schmerzen aus. Wichtig ist eine frühfunktionelle Übungsbehandlung, um eine Einsteifung des Schultergelenkes zu verhindern. Nach etwa 6 bis 8 Wochen ist der Knochenbruch wieder fest durchbaut.
Die Frakturtypen A bis C, Typ X sowie die Oberarmkopftrümmerfrakturen müssen, aufgrund der starken Fehlstellung und der damit verbundenen Bewegugseinschränkung und Schmerzen, operativ behandelt werden, um die möglichst ursprüngliche Wiederherstellung des Oberarmkopfes zu erhalten. Hierbei werden unterschiedliche Materialien zur Stabilisierung des Knochenbruches in Abhängikeit vom Frakturrtyp verwendet. So kann eine Fraktur entweder mittels Drähten, Schrauben oder Platten stabilisiert werden.



