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Privatklinik Muenchen

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Bandscheibenvorfall HWS

Patienten mit einem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule verspüren Schmerzen im Nackenbereich, die bis auf die Schulter und in den Arm ausstrahlen können. Die Schmerzen sind oft mit Ausfallerscheinungen, Kribbeln und Gefühlsverminderung im Arm und in der Hand verbunden. Können die Beschwerden nicht mit Ruhe, Schmerzmitteln und Physiotherapie behoben werden, ist die perkutane Nukleotomie eine sehr gute Alternative zur risikoreichen, offenen Operation.

Ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule
kann durch Kernspintomographieaufnahmen
nachgewiesen werden.

Die Perkutane Nukleotomie
Was umfasst die Behandlung?
Die perkutane Nukleotomie ist eine neue, minimalinvasive Eingriffstechnik, die in den meisten Fällen auf ambulanter Basis mit einer schonenden, örtlichen Betäubung durchgeführt werden kann. Der Patient liegt dabei, örtlich betäubt, bequem auf dem Rücken. Kleine Kanülen mit zunehmenden Durchmesser werden zum Bandscheibenvorfall geführt. Mit einem speziellen "Spinescope" wird der Vorfall sichtbar gemacht und mit feinen Instrumenten entfernt, wodurch der eingeklemmte Nerv wieder frei kommt. In bestimmten Fällen wird, mit Hilfe eines Spezialenzyms, der Bandscheibenkern verkleinert um den Außenfaserring für die anschließende Heilung zu entlasten. Durch die perkutane Nukleotomie werden die feinen Nervenstrukturen geschont. Die natürliche Stabilität und Mobilität der Bandscheiben in der Halswirbelsäule wird vollends erhalten. Im Gegensatz zu einer konventionellen Operation bei Bandscheibenvorfällen in der Halswirbelsäule muss bei diesem Verfahren nicht versteift werden. Der Eingriff dauert ca. 45 Minuten. Der Patient kann bereits 2 Stunden nach dem Eingriff den Aufwachraum selbstständig verlassen und in sein Klinikzimmer begleitet werden. Da es sich um eine minimalinvasive Operation handelt, gibt es keine nennenswerten Komplikationen, Schmerzen oder Narben. Normalerweise kann der Patient, nach einer gründlichen Nachuntersuchung, am folgenden Tag nach Hause entlassen werden. Auf eine Halskrause kann vollends verzichtet werden.

Diese Operationsmethode kann auch in schweren Fällen, bei besonders großen Vorfällen oder bei Stenosen, angewandt werden.

Vorteile der perkutanen Nukleotomie gegenüber einer offenen Operation:

  • sicheres und risikoarmes Verfahren
  • vermeiden einer Versteifungsoperation bei mehr als 90 % der Patienten
  • natürliche Stabilität und Mobilität der Halswirbelsäule bleibt erhalten
  • Nervenstrukturen werden geschont
  • angrenzende Bandscheiben werden nicht zusätzlich belastet
  • schonende Lokalanästhiesie, alle Risiken einer Vollnarkose werden somit ausgeschlossen
  • postoperative Halskrause ist nicht notwendig.
  • Patient kann bereits einen Tag nach der Operation nach Hause zurückkehren
  • Schnelle Rückkehr zu gewohnten Aktivitäten

Grafische Darstellung der Bandscheibenvorfallentfernung im Bereich der Halswirbelsäule:

Verkleinern des
Bandscheibenvorfalls
mit einem Spezialenzym

Abtrennen und
Absaugen des entprechenden
Bereichs


Welche Nachbehandlung und Rehabilitation ist erforderlich?

Am Tag nach dem Eingriff findet eine ärztliche Kontrolluntersuchung statt. Zusätzlich erklärt ein Physiotherapeut dem Patienten das richtige postoperative Verhalten und die bevorstehenden Rehabilitationsmaßnahmen, die in der Regel eine Woche nach dem Eingriff beginnen können.

Wie lange dauert die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit nach dem Eingriff?
Eine Woche nach der Operation können leichte Bürotätigkeiten wieder ausgeführt werden.

Wann können sportliche Aktivitäten wieder aufgenommen werden?
Grundsätzlich können alle Sportarten nach der Operation wieder ausgeübt werden. Spätestens sechs Wochen nach der perkutanen Nukleotomie kann der Körper im Sport wie im Beruf wieder voll belastet werden.