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Bandscheibenprothese LWS

Wann ist eine Bandscheibenprothese sinnvoll?
Die Empfehlung für eine Prothese wird in den Fällen ausgesprochen, in denen eine schmerzhafte,
belastungsfähige Bandscheibe ohne großen Bandscheibenvorfall nachgewiesen wird.
Auch im Anschluss an eine vorangegangene Bandscheiben-Operation mit anhaltenden Rückenschmerzen
kann eine Bandscheibenprothese sinnvoll sein.
In den Fällen, in denen eine Versteifungsoperation als einzige Möglichkeit erscheint, sollte zunächst eine
Bandscheibenprothesen Operation in Erwägung gezogen werden.

Was umfasst die Bandscheiben-Prothesen-Operation?
Eine Bandscheiben-Prothesen-Operation wird über den Bauchzugang durchgeführt.
Bei der Operation wird die gesamte degenerierte Bandscheibe entfernt und durch einen beweglichen
Polyäthylenkern ersetzt. Die Prothese wird dabei fest zwischen den Wirbeln eingeklemmt. Die Prothese
ist damit stabil, erlaubt aber eine normale Beweglichkeit zwischen den Wirbeln.

Grafische Darstellung der Bandscheibenprothesenoperation:

dengenative
Bandscheibe

Die degenerative
Bandscheibe wird entfernt

Die Deckplatten
werden gereinigt

Die beiden Abschluss-
platten werden eingesetzt

Der Gleitkern
wird eingebracht 

Die Bandscheiben-
prothese sitzt stabil

Woraus besteht eine Bandscheiben-Prothese?
Die Bandscheibenprothese besteht aus zwei Abschlussplatten, gefertigt aus einer Vacucast Cobalt-Chrom-Molybden-Gusslegierung und einem Gleitkern, hergestellt aus hochmolekularem Niederdruckpolyethylen. Bedingt durch den konstanten Druck zwischen den Wirbeln bleiben die drei Prothesenteile dauerhaft an Ort und Stelle miteinander verbunden. Die Fixation der Bandscheiben-Prothese erfolgt stabil und zementfrei über Verankerungszähne sowie eine bioaktive Beschichtung mit leicht strukturierter Oberfläche, welches ein rasches Einwachsen der Prothesenoberfläche in die angrenzenden Knochen erleichert.

Welche postoperative Behandlung und Rehabilitation ist notwendig?
Bereits zwei Stunden nach dem Eingriff kann der Patient wieder selbstständig gehen, meistens sind nur geringe postoperative Schmerzen vorhanden. Postoperativ erhält der Patient eine Blutverdünnungsspritze, um Thrombosen vorzubeugen. Um eine Thrombose auszuschließen wird vor der Entlassung eine Doppelsonographieuntersuchung durchgeführt. Circa 2-4 Tage nach einer Bandscheiben-Prothesen-Operation können die meisten Patienten nach
Hause entlassen werden.
Die operierten Patienten tragen ca. 6 Wochen lang ein weiches Spezialkorsett.
Sobald die Narbe geheilt ist darf wieder Auto und Fahrrad gefahren werden.
Nach 6 Wochen ist eine Prothese allen Belastungen gewachsen, wie z. B. schnell laufen, fallen oder springen.
Die kleinen Haken haben sich nun ganz im Wirbelkörper festgesetzt.

Vorteile der Bandscheiben-Prothese gegenüber anderen OP-Techniken 

  • Beweglichkeit der Wirbelsäule bleibt erhalten
  • Die natürliche Höhe der Zwischenwirbelräume wird wiederhergestellt
  • Der Degeneration der Nachbarsegmente wird vorgebeugt
  • Keine Knochentransplantation notwendig
  • Direkte, komplette Mobilisation
  • Schnelle Rehabilitation