Bandscheibenprothese HWS
Verschleißerscheinungen in der Halswirbelsäule: Wann ist ist eine Prothese sinnvoll?
Verschleißerscheinungen im Nacken entstehen durch viel Sitzen am Computer aber auch schleudertraumaartige Verletzungen. Degenerative Bandscheibenerkrankungen in der Halswirbelsäule lösen zumeist konstante,
starke Nacken- und Kopfschmerzen aus. Nachweis einer solchen Erkrankung wird zunächst radiologisch
anhand von Röntgenbildern und Kernspinbildern und zusätzlich mittels einer Diskographie erbracht.
In der Anfangsphase können die auftetenden Nackenschmerzen oft sehr gut mit manueller Therapie
und Physiotherapie gelindert werden.
Eine gezielte Kräftigungstherapie z.B. MedX- oder Kieser Training kann eine weitere Degeneration verhindern.
Können die zunehmenden Nackenschmerzen und Kopfschmerzen mittels der konservativen Therapien nicht gelindert werden, empfiehlt sich der Einsatz einer Bandscheibenprothese. Diese relativ neue Technik hat sich weltweit rasch etabliert. Aufgrund der sicheren, einfachen Handhabung und der vielen Vorteile für den Patienten ersetzt sie vielerorts die klassische Versteifungsoperation.
Welche Technik wird angewandt?
Eine Bandscheibenprothese ist ein intervertebraler (zwischen den Wirbeln) Bandscheibenkernersatz,
der entwickelt wurde, um ähnliche Bewegungsabläufe zu ermöglichen, die bei einer gesunden, normalen
Bandscheibe und einem gesunden Rücken möglich sind.
Die heutige Generation der Bandscheibenprothesen besteht aus zwei mikrobeschichteten Abschlussplatten
mit einem hochwertigen, mobilen Polyethylen-Gleitkern.
Die Prothese wird über einen kleinen Schnitt am Hals eingebracht, nachdem zuvor die kaputte Bandscheibe
ausgeräumt wurde. Das Rückenmark wird bei diesem Eingriff zu keiner Zeit tangiert, da der Eingriff von vorne durchgeführt wird.
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert etwa 2 Stunden.
Der Patient kann bereits zwei Stunden nach dem Eingriff wieder selbständig gehen und am zweiten Tag
nach dem Einfgriff nach Hause entlassen werden.
Der Patient benötigt anschließend 6 Wochen lang eine Halskrause, kann aber bereits nach einer Woche wieder
Auto fahren und zwei Wochen nach dem Eingriff ins Berufsleben zurückkehren.
Eine erfolgreiche Bandscheiben-Prothesen-Operation in der Halswirbelsäule |
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Die Vorteile:
- Die Beweglichkeit der Wirbelsäule bleibt erhalten
- Die natürliche Höhe der Zwischenwirbelräume wird wiederhergestellt
- Der Degeneration der Nachbarsegmente wird vorgebeugt
- Keine Knochentransplantation notwendig
- Direkte, schnelle Mobilisation
- Schnelle Rehabilitation
Die Erfolgsquote
Obwohl die Halswirbelsäulenprothese erst seit etwa 8 Jahren angewandt wird, liegt die internationale
Erfolgsquote bereits bei etwa 85 % - 90 %, mit einer sehr niedrigen Komplikationsrate.
Aus diesem Grund werden die herkömmlichen Alternativen wie Versteifung mit Platten, Knochenspahn
oder Cages immer weniger angewandt.



